Funktionsweise von Schnelltests

Einführung

Bei der von der Firma Willi Fox hergestellten Schnelltests handelt es sich um Lateral-Flow Tests. Diese Tests können nach einmaliger Aufgabe einer Probe menschlichen Ursprungs (z.B. Urin, Blut, Speichel oder Stuhl) innerhalb einer kurzen Zeitspanne (3-15 Minuten) ein verlässliches Testergebnis liefern. Die Funktionsweise der Test basiert auf der Verwendung von im menschlichen Körper natürlich vorkommenden Antikörper, deren beispielsweise hohe Spezifität man sich zu Nutzen macht. Bei den im Test verwendeten Antikörpern setzten wir sowohl monoklonale (diese erkennen und binden immer genau eine Struktur (Epitop) eines Analyten) wie auch polyklonale Antikörper (Gemisch aus verschiedenen Antikörpern, die alle gegen unterschiedliche Epitope eines Antigen (=antikörper-generierter Stoff) gerichtet sind ein.

Die Schnelltestkassette besteht aus einem Gehäuse und einer Trägerkarte. Auf der Trägerkarte sind ein Samplepad, eine Testzone mit Testlinie und Kontrollinie, ein Konjugatpad und ein Absorbentpad aufgebracht.

Die Aufgaben der einzelnen Testkomponenten

Konjugatpad
Hier ist ein farblich markierter Antikörper aufgebracht, dessen Funktion das Erkennen und Binden des nachzuweisenden Stoffes (Analyten) ist.

Testzone (T und C-Linie)
In der Testzone sind mit Abständen zwei Linien stationär aufgebracht: Die Testregion mit der Testline T und die Kontrollregion mit der Kontrollinie C. In der Regel sind in diesem Bereich zwei verschiedene Antikörpertypen aufgebracht.

Im Bereich der T-Linie sind nochmals Antikörper gegen den nachzuweisenden Stoff (Analyten) auf die Membran aufgebacht, welche hingegen an ein anderes Epitop als der farblich markierte Antikörper aus dem Konjugatpad binden. Ist in der Probe der nachzuweisende Analyt vorhanden, wird sich im Testverlauf hier eine farbige Linie entwickeln.

Auf der C-Linie wiederum sind Antikörper aufgetragen, welche an den im Konjugatpad enthaltenen Antikörper binden. Dadurch dient die C-Linie (Kontroll-Linie) als interne Referenz und zeigt bei Erscheinen die korrekte Testdurchführung an.

Funktionsweise des Testablaufs

Die Probe wird gemäss Testanleitung in der entsprechenden Menge auf das Samplepad der Probenaufgabe aufgetragen. Kapillarkräfte bewirken, dass die Flüssigkeit über die Membran in der Testkassette wandert. Befindet sich in der aufgetragenen Probe der Analyt, so regiert der farblich markierte Antikörper im Konjugatpad mit diesem und es entsteht ein Antikörper-Analyt -Komplex. Trifft dieser Komplex auf die T-Linie, so bindet er dort wiederum an hier aufgebrachten Antikörper - es entsteht ein Antikörper-Analyt-Antikörper –Komplex (auch Sandwich-Komplex genannt). Alle überschüssig farblich markierten Antikörper, die im Testverlauf keinen Antikörper-Analyt-Komplex gebildet haben oder bilden konnten, fliesen weiter über die Membran bis sie auf den Bereich der C-Linie treffen und an den dort aufgetragenen Antikörper binden. Durch das Erscheinen der farbigen Kontrollinie, wird der ordungsgemässen Ablauf der Testdurchführung anzeigt.

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