Was tun wenn...

...wenn die Testkassette bei Stuhltests ein ungültiges Ergebnis anzeigt bzw. nicht ausgewertet werden kann

Wichtig ist den Patienten vor der Probenentnahme darauf hinzuweisen, dass eine «Messerspitze» Probematerial, entnommen an drei unterschiedlichen Stellen der Stuhlprobe, ausreicht.

Jedoch füllen manchmal die Patienten trotz dieser Instruktion zu viel Stuhlprobe in das Pufferröhrchen. Dies führt dazu, dass zu viel Probematerial in der Pufferlösung vorhanden ist und sich darin nicht auflösen kann. Diese Partikel verstopfen dann die Membrane der Testkassette, die Lösung fliesst nicht auf der Membrane und Sie erhalten kein Resultat (ungültiges Testergebnis).

Sollte dies passiert sein, muss eine neue Testkassette verwendet werden, das probengefüllte Pufferröhrchen kann wie folgt nochmals eingesetzt werden:

  • Schütteln Sie das Röhrchen
  • Stellen es aufrecht hin und warten einen Moment bis sich das Material etwas absetzt
  • Tropfen Sie vorsichtig möglichst nur Flüssigkeit in die Probeöffnung der Kassette

Alternativ können Sie das feste Material auch kurz mit einer Zentrifuge von der Flüssigkeit trennen und dann in die Probeöffnung tropfen.

...wenn beim Multi-Dogentest Dipcard nicht alle Drogen ein Ergebnis liefern

Dies kann zwei Ursachen haben:

1. Eventuell sind nicht alle Teststreifen in den Urin vollständig eingetaucht worden. Um ungültige Testergebnisse zu verhindern, sollten Sie mindestens den freiliegenden Teil der Teststreifen immer vollständig in den Urin eintauchen. Tauchen Sie den Teststreifen aber bitte niemals tiefer als bis zu den Pfeilspitzen in den Urin ein. Falls die Probe das offene Testfenster direkt benetzt, ist der Test unbrauchbar!

2. Beim Einsetzten des betroffenen Drogenteststreifens in die Kassette kam es zu einer minimalen Krümmung am unteren Ende. Dies ist äusserst selten, kann aber leider vorkommen. In Folge dessen ist der Kontakt zwischen der Fliessmembran unten und der Nitrozellulosemembran mit der Testregion unterbrochen worden. Dieser „Kontaktverlust“ bewirkt, dass die nötigen Kapillarkräfte die Urinprobe nicht über die Membran transportieren können, die Testregion zeigt kein auswertbares Ergebnis an.

Um die komplette Testkassette nun doch noch auswerten zu können, besteht die Möglichkeit, den Kontaktverlust mit Hilfe einer Pipette und manueller Urinprobenzugabe zu überbrücken:

  • Legen Sie die Testkassette waagerecht auf einer Unterlage
  • Ziehen Sie etwas Urinprobe in einer Einmalpipette auf
  • Positionieren Sie die Pipettenspitze an der Stelle, an der die Fliessmembran in der Testkassette verschwindet.
  • Geben Sie langsam zwei bis drei Tropfen Urinprobe aus der Pipette an dieser Stelle auf die Membran.
  • Lassen Sie zwischen dem Auftrag der einzelnen Tropfen immer einige Sekunden verstreichen, damit die Flüssigkeit langsam fliessen kann und nicht die komplette Testkassette „überflutet“ wird.
  • Nun sollte die Urinprobe langsam im Testfeld erscheinen und ungehindert komplett über die Membran laufen.
  • Durch das Erscheinen der C-Linie können Sie sich sicher sein, dass der Testverlauf korrekt durchgeführt wurde.
  • Das Resultat des Teststeifens kann nun innerhalb der Auswertzeit abgelesen werden.
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