Probeentnahme

Anleitung zur Durchführung: Nasenabstrich

Führen Sie den Tupfer unter drehenden Bewegungen ungefähr parallel zum Gaumen soweit wie möglich in das Nasenloch ein, damit von der Rachenhinterwand Probenmaterial aufgenommen werden kann. Die Einführtiefe (bei Erwachsenen mindestens 2 cm) entspricht in etwa dem vertikalen Abstand zwischen Nasenloch und Ohr des Patienten. Oft kann eine auf dem Tupfer angebrachte Sollbruchstelle als Anhaltspunkt für die korrekte Einführtiefe herangezogen werden. Ist es nicht möglich den Tupfer tief genug einzuführen, sollte er vorsichtig zurückgezogen und ein weiterer Versuch am anderen Nasenloch unternommen werden. In keinem Fall solle der Tupfer gegen Widerstand oder mit viel Kraft vorgeschoben werden. Zu beachten ist, dass bei zu geringer Einführtiefe das Untersuchungsergebnis erheblich beeinträchtigt werden kann.

Anleitung zur Durchführung: Rachenabstrich

Tipp: Nehmen Sie zur Durchführung einen Mundspatel als Hilfsmittel. Dieser ermöglicht es Ihnen die Zunge so herunterdrücken, dass Sie freie Sicht auf das Halszäpfchen haben.

Nehmen Sie den Abstrichtupfer aus der Verpackung. Führen Sie den Tupfer am Halszäpfchen vorbei, bis Sie die hintere Rachenwand berühren und streichen Sie diese mit etwa 5 kreisenden Bewegungen möglichst breitflächig ab. Es können auch gezielt die linke und rechte Gaumenmandel mit kreisenden Bewegungen abgestrichen werden. Nutzen Sie soweit möglich immer die gleichen Bewegungen, um Vergleichbarkeit der Untersuchungen zu gewährleisten.

Führen Sie den Tupfer vorsichtig ohne weitere Berührung der Mundhöhle heraus und führen ihn umgehend in das mit Reagenzien gefüllte Abstrichröhrchen.

Anleitung zur Durchführung: Nasopharyngealabstrich

Lassen Sie den Patienten die Nase schnäuzen.

Legen Sie nun den Kopf des Patienten leicht in den Nacken und stützen Sie diesen dort mit der nicht dominanten Hand ab. Führen Sie den mitgelieferten Tupfer fast horizontal entlang der Nasenscheidewand tief in die Nase bis zur Rachenwand ein. Den Tupfer dort für wenige Sekunden belassen, dann in rotierender Bewegung herausziehen.

Anleitung zur Durchführung: Kapillarblutentnahme

Lassen Sie den Patienten vor dessen Blutentnahme die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen und abtrocknen. So wird die Punktionsstelle gereinigt und das warme Wasser begünstigt die Durchblutung der Finger. Der Blutfluss kann zusätzlich gefördert werden, indem der Patient die Arme kreisen lässt und/oder die Fingerkuppe reibt. Für die Blutentnahme empfiehlt sich der Mittel-, Ring- oder kleine Finger der nicht -dominanten Hand. Die Einstichstelle links und rechts seitlich an der Fingerkuppe wählen. Die gewählte Stelle desinfizieren und darauf achten, dass das Desinfektionsmittel vor der Blutentnahme vollständig getrocknet ist. Führen Sie mit der Lanzette den Einstich durch. Legen Sie die Lanzette (Lanzettiergerät oder Fingerstecher) nach dem Einstechen beiseite und warten Sie, bis sich ein Tropfen Blut gebildet hat. Verwerfen Sie den ersten Tropfen Blut und verwenden Sie erst den folgenden für den Testeinsatz. Bitte beachten Sie, den Finger nicht zu stark zu quetschen, da die Blutprobe ansonsten durch Gewebeflüssigkeit verdünnt werden könnte. Sie können aber den Blutfluss fördern, indem Sie Ihre Hand auf Hüfthöhe absenken lassen und den Finger sanft massieren. Nach der Blutentnahme die Einstichstelle mit einem Pflaster schützen.

Kapillaren-Halter: Hilfsmittel für die Blutentnahme mit End-to-End-Kapillaren

Bei der Kapillarblutentnahme kommen bei einigen unserer Tests neben Plastikpipetten auch sogenannte End-to-End Kapillare mit genau definierten Blutprobevolumen zum Einsatz. Da diese mitunter sehr kurz sind und Schwierigkeiten bei der Blutentnahme und dem Blutausstoss bereiten können, bieten wir unseren Kunden als Hilfsmittel zum besseren Handling sogenannte Kapillaren-Halter an. Hierbei handelt es sich um ein kurzes Glasrohr (ca. 35mm lang) mit Gummisauger und Gummistopfen.

Funktionsweise Bluteinzug:

  • Kapillare in den Gummistopfen aufstecken
  • Gummisauger oben mit Daumen und Mittelfinger zusammendrücken.

  • Gleichzeitig mit dem Zeigefinger das Loch des Gummisaugers am oberen Ende verschliessen. Dadurch entsteht Unterdruck.

  • Kapillare an den Bluttropfen des Fingers positionieren
  • Durch langsames Lösen des Gummisaugers an Mittelfinger und Daumen wird Blut in die Kapillare gesaugt.
  • Das obere Loch sollte weiterhin mit dem Zeigerfinger verschlossen bleiben.

Funktionsweise Blutausstoss:

  • Das obere Loch am Gummisauger ist weiterhin mit dem Zeigefinger verschlossen.
  • Kapillare gemäss Testanleitung auf der Testkassette positionieren
  • Durch Zusammendrücken des Gummisaugers mit Daumen und Mittelfinger bei gleichzeitig verschlossenem Loch am oberen Ende des Saugers wird das Blut aus der Kapillare gepresst.

Anleitung zur Durchführung: Urinprobe

Fast alle Willi Fox Schnelltests (mit Ausnahme des Uricontrol Tests), bei denen Urin als Probemedium eingesetzt wird, sollten mit frischem Spontanurin, der zu jeder Tageszeit gesammelt werden kann, durchgeführt werden. Beim Spontanurin sollte nur der sogenannte Mittelstrahlurin verwendet werden. Bei diesem wird die erste Portion des Urins (etwa 100ml) verworfen und nur der mittlere Anteil des Urins in einem sauberen Becher aufgefangen. Dies führt zu einer Reduzierung einer möglichen Verunreinigung der Probe mit Blut oder Bakterien. Diese Urinprobe erfordert keine besondere Vorbehandlung und kann direkt eingesetzt werden.

Nach Möglichkeit sollte der Test am Tag der Probenahme erfolgen.

Sollte dies nicht möglich sein, können die Proben

  • gekühlt bei 2°C bis 8°C bis zu zwei Tage
  • gefroren bei –20°C für längere Zeit aufbewahrt werden.

Vor der Durchführung des Tests müssen die Proben auf Raumtemperatur (15°C bis 25°C) gebracht werden. Gefrorene Proben sollten nach dem Auftauen gründlich gemischt werden. Falls sichtbare Verunreinigungen wie Schwebepartikel vorhanden sind, sollte die Probe zentrifugiert, gefiltert oder so lange stehen gelassen werden, bis sich die Partikel auf den Boden des Gefässes abgesetzt haben.

Anleitung zur Durchführung: Stuhlprobe

  • Den mitgelieferten Stuhlfänger entsprechend der aufgedruckten Anleitung auf dem Toilettensitz anbringen.
  • Nach Absetzen des Stuhles auf dem Stuhlfänger das Pufferröhrchen aufdrehen.
  • Mit der blauen Spitze in den Stuhl mit leicht drehender Bewegung „eintauchen“ und eine «Messerspitze» Probematerial in das Pufferfläschchen geben. Der Kontakt der Stuhlprobe mit Wasser oder Urin muss möglichst vermieden werden.

  • Die Probeentnahme an insgesamt drei unterschiedlichen Stellen des Stuhls durchführen. Das Pufferröhrchen fest zudrehen, mit Namen versehen und in die Plastiktüte verschliessen.
  • Stuhlfänger vom Toilettensitz lösen und mit dem Stuhl in der Toilette entsorgen.

Das gefüllte Pufferröhrchen bitte ungekühlt innerhalb 6 Stunden nach Probeentnahme beim Arzt abgeben.

Sollte dies nicht möglich sein, kann die Probe drei Tage im Kühlschrank gelagert werden.

Vor Durchführung des Tests muss die Probe wieder auf Raumtemperatur (15°C bis 25°C) gebracht werden.

Bitte beachten Sie im Zusammenhang mit der Durchführung eines FOB Tests (okkultes Blut), dass die Stuhlprobe nicht durchgeführt werden sollte:

  • während der Regelblutung
  • beim Vorliegen von akut und sichtbar blutenden Hämorrhoiden
  • bei akuten Erkrankungen wie z.B. Diarrhöe
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